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Bestattungsvorsorge

Was können Sie bereits im Vorfeld regeln?

Vorsorgeverträge regeln unter anderem, wie und wo man bestattet werden soll. Man muss allein die Summe hinterlegen, die die Ausgaben für die Bestattung decken. Vorsorgeverträge werden heute von vielen Bestattern angeboten und ermöglichen dem Kunden mit dem Bestatter zu regeln, in welchem Sarg, in welcher Wäsche und auf welche Bestattungsart er beerdigt werden will. Auch kann zum Teil geregelt werden, dass der Bestatter Friedhofs- und Krematoriumsgebühren übernimmt. Die Übernahme von Grabkosten, Kosten für den Grabstein, den Grabschmuck und behördliche Urkunden können auf expliziten Wunsch ebenfalls vom Bestatter übernommen werden – wenn dies im Vorsorgevertrag so vereinbart wurde.

Die Bestattungsvorsorge kann auf verschiedene Weisen finanziert werden:

  • der Verstorbene hat entweder bereits zu Lebzeiten Geld auf ein Sparbuch oder sonstiges Konto speziell für seine Bestattung hinterlegt. In der Regel wurde dann auch eine Person des Vertrauens bestimmt, die nach dem Tod die Kosten bezahlt.
  • oder aber der Verstorbene hat den für die Bestattung notwendigen Betrag an einen Treuhänder gezahlt, der im Falle des Todes für die Kosten aufkommt. Der Bundesverband der Deutschen Bestatter e.V. hat beispielsweise zusammen mit Kuratorium Deutsche Bestattungskultur e.V. eine Treuhand AG eingerichtet, die das angelegte Geld zudem verzinst.
  • Eine weitere Möglichkeit bieten Bestatter, die mit dem Bestattungsvorsorgevertrag gleichzeitig eine Sterbegeldversicherung anbieten, wobei der Bestatter Bezugsberechtigter ist. Die Erben bekommen dann das, was übrig bleibt.

Leben braucht Erinnerung - Dauergrabpflege

DauergrabpflegeDauergrabpflege ist die sorgfältige Betreuung eines Grabes durch einen Fachmann - für 5 Jahre oder mehr. Das Grab wird von einer Friedhofsgärtnerei bepflanzt und gepflegt. Die vereinbarten Leistungen werden von der Treuhandstelle regelmäßig überwacht. Über den vereinbarten Zeitraum fallen keine Kostensteigerungen für Sie an.

 

Vorsorge für mein eigenes Grab?

Einen Dauergrabpflegevertrag können Sie auch als Vorsorge für sich selbst abschließen, wenn Sie Ihre Angehörigen hiermit nicht belasten möchten. Die Treuhandstelle gibt Ihnen die Sicherheit dafür, dass alles so geregelt wird, wie Sie es sich wünschen - seit mehr als 40 Jahren.

 

Welche Leistungen können Sie vereinbaren?

  • Die fachkundige Anlage einer Dauerbepflanzung.
  • Die Pflege der Grabstätte durch Fachpersonal - Säubern, Gießen, Freihalten von Unkraut, Rückschnitt, Düngen - kurz, alles, damit die Grabstätte immer einen gepflegten Eindruck macht.
  • Das Bepflanzen von Blumenbeeten entsprechend den Jahreszeiten aber auch Schalen, frische Blumensträuße zu persönlichen Gedenktagen und anderen Terminen.
  • Die regelmäßige Reinigung von Grabstein und Einfassung.
  • Die Wiederherrichtung des Grabes nach weiteren Beerdigungen.
  • Die Kosten für Steinmetz und Bestattung können über einen Dauergrabpflegevertrag im voraus bezahlt werden.

 

Wie geht das?

Sprechen Sie mit Ihrem Friedhofsgärtner. Die Treuhandstelle teilt Ihnen gern Namen und Anschriften mit. Ihre Wünsche über Leistungsumfang, Pflegedauer und die Kosten hierfür werden in einem Vertrag niedergeschrieben. Der Vertrag und die vereinbarte Vertragssumme werden nach dem Abschluss bei der Treuhandstelle hinterlegt und dort treuhänderisch verwaltet. Das von Ihnen eingezahlte Geld wird sicher und festverzinslich nach festgelegten Vorschriften angelegt. Die Zinsen dienen zur Deckung der im Laufe der Jahre steigenden Kosten. Nachzahlungen sind so ausgeschlossen. Die Treuhandstelle bezahlt den Friedhofsgärtner für dessen Leistungen. Sollte dieser sein Geschäft aufgeben, sucht die Treuhandstelle sofort einen kompetenten Nachfolger. Alle Leistungen des Friedhofsgärtners werden regelmäßig von der Treuhandstelle kontrolliert.

 

Kontakt:

Nordwestdeutsche Treuhandstelle für Dauergrabpflege GmbH

Johann-Neudörffer-Straße 2

28355 Bremen

Telefon (0421) 53 64 1-95

Telefax (0421) 55 21 82

E-Mail: treuhand@hdgbremen.de

Internet: www.dauergrabpflege-net.de 

Bestattungsverfügung

In dem Moment, wo ein Mensch seine Bestattungswünsche anderen mitteilt, trifft er eine Bestattungsverfügung. Dies kann mündlich oder schriftlich, als Notiz oder Vollmacht geschehen. Zur Sicherstellung, dass die Bestattung auch wie gewünscht durchgeführt wird, kann eine Hinterlegung der schriftlichen Bestattungsverfügung beim Notar sinnvoll sein.

Da das Testament in der Regel erst einige Wochen nach Ableben des Verstorbenen eröffnet wird, sollte die Bestattungsverfügung nicht Bestandteil des Testaments sein!

In der juristisch als Willenserklärung zu verstehenden Verfügung kann ein Mensch beispielsweise regeln, wie er beerdigt werden will, welche Musik gespielt werden soll, wer die Trauerrede halten soll und vieles mehr.

Änderungen und die Aufhebung der Bestattungsverfügung sind jederzeit möglich.

Sterbegeldversicherungen

Jeder, der sich schon einmal mit den Kosten für ein Begräbnis auseinander setzen musste, weiß um die finanziellen Belastungen, die eine angemessene Bestattung mit sich bringt.
 

Kosten von durchschnittlich 5000,- Euro für Beurkundung und Gebühren, das Begräbnis, die Traueranzeigen und Karten, die spätere Grabeinfassung, den Grabstein usw. sind keine Seltenheit.

Spätestens hier wird man fragen müssen: „Sind meine Hinterbliebenen ausreichend abgesichert?“

Bislang konnte man mit einem Sterbegeld aus der gesetzlichen Krankenversicherung rechnen. Diese Leistung wurde zum 1. Januar 2004 aus dem Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen gestrichen.

Damit eine angemessene Bestattung nicht an finanziellen Engpässen scheitert, ist eine eigenverantwortliche Vorsorge durch eine Sterbegeldversicherung überlegenswert.

Beratung der Stadt Osnabrück

Klärung der letzten Fragen entlastet bei der Trauerarbeit

Häufig wird es als Entlastung im Trauerfall empfunden, wenn zuvor im Familienkreis über die letzten Fragen gesprochen wurde. Wissen die Angehörigen, ob der/die Verstorbene sich eine Feuer- oder Erdbestattung gewünscht hat oder wie die Trauerfeier gestaltet werden soll, bleibt mehr Raum für die eigentliche Abschiednahme.
Bei Entscheidungen über Trauerfeier und Grabart sind auch die Bedürfnisse der trauernden Familie wichtig, ebenso die von Freunden und Bekannten.

Beratung der Stadt Osnabrück

Gerne informieren wir Sie über die Möglichkeiten der Vorsorge, verschiedene Grabarten, Trauerfeiern, Grabartenkauf im Voraus, Abschiednahme am offenen Sarg, Gestaltung eines persönlichen Gedenkorts und Entlastung von Grabpflege sowie über ökologische Aspekte einer Beisetzung.

Graberwerb zu Lebzeiten

Wahlgräber der Stadt Osnabrück können schon zu Lebzeiten erworben und gestaltet werden.

Informationen über das Krematorium

Das Krematorium der Stadt bietet jeden 2. Donnerstag des Monats um 13.30 Uhr eine Führung an. http://www.osnabrueck.de/osb/friedvolles-osnabrueck/krematorium.html

Eigene Wünsche schriftlich niederlegen - nicht im Testament

Der Wille des Verstorbenen ist maßgeblich. Deshalb sollten die eigenen Vorstellungen über Bestattung und Grabwahl schriftlich niedergelegt werden und zum Stammbuch/zur Geburtsanzeige gelegt werden. Das Testament wird üblicherweise erst nach der Bestattung geöffnet.

Vorsorge in eigenen Angelegenheiten

Die Stadt Osnabrück hält zu Vorsorgevollmachten und Betreuung Informationen bereit. Mehr dazu finden Sie hier.

Autor: Stadt Osnabrück

Patientenverfügung

Die wenigsten Menschen sterben heute noch eines natürlichen Todes. In aller Regel stirbt der Einzelne in einem Krankenhaus oder Pflegeheim und wird dabei über lange Zeit intensivmedizinisch behandelt. Diese Vorstellung – an Schläuchen gefesselt und künstlich ernährt und dabei gleichzeitig ohne Regung zu sein – macht vielen Menschen Angst.

Eine Patientenverfügung soll dem Sterbenden hier ermöglichen, der Medizin Grenzen zu setzen. Doch juristisch ist das Recht auf Selbstbestimmung nicht immer eindeutig geklärt.

Grundsätzlich gilt: je konkreter, ausführlicher und eindeutiger eine Patientenverfügung formuliert ist, desto wahrscheinlicher ist es, dass Ärzte sich daran halten (müssen).

Zu berücksichtigen ist zudem:

  • Eine Beratung durch einen Arzt ist vor der Verfassung der Patientenverfügung sinnvoll.
  • die Patientenverfügung kann zwar formlos geschrieben sein, sollte aber selbst formuliert werden und die Unterschrift des Sterbenden enthalten. Ärzte, Angehörige und ggf. ein Gericht müssen nachvollziehen können, dass die Problematik verstanden wurde und die Verfügung der persönlichen Einstellung des Lebens des Sterbenden entspricht.
  • eine notarielle Beglaubigung ist nicht notwendig.
  • eine regelmäßige mit der eigenen Unterschrift bestätigte Verfügung dient als Beweis dafür, dass sich die Haltung des Sterbenden gegenüber seinem Verfügungswillen nicht geändert hat und noch aktuell ist.
  • die Verfügung sollte im Sterbefall auch von Angehörigen gefunden werden. Am besten werden Kopien davon frühzeitig verteilt oder die Verfügung für einen recht geringen Betrag beim Vorsorgeregister der Bundesnotarkammer hinterlegt.
  • für den Fall von Unklarheiten oder Besonderheiten, die eine Entscheidung erschweren, sollte einer Vertrauensperson das Recht eingeräumt werden, für den Sterbenden zu entscheiden (Vorsorgevollmacht).

Vorsorgevollmacht

Da in aller Regel keine Patientenverfügung exakt die spätere Situation widerspiegelt, ist es sinnvoll eine Patientenverfügung immer mit einer Vorsorgevollmacht zu verbinden. Darin wird eine Person festgelegt, die im Zweifel mitentscheiden kann.

Ehepartner oder Kinder können für den Partner nur dann entscheiden, wenn sie eine Vollmacht haben oder vom Gericht als Betreuer bestellt wurden.

Folgende Aspekte sind zu beachten:

  • die Vorsorgevollmacht ist an keine Formvorschriften gebunden.
  • sie kann – muss aber nicht – notariell beurkundet werden.
  • für den Fall, dass die bevollmächtigte Person verhindert ist, sollte eine Ersatzperson benannt werden.
  • die Vollmacht kann ebenso wie die Patientenverfügung jederzeit widerrufen werden.
  • das Gericht hat den Vorschlag des Patienten zu berücksichtigen, wer Betreuer werden soll und wer nicht.

Liegt keine Vollmacht vor, benennt das Gericht eine Person, falls jemand unfähig ist, für sich selbst zu entscheiden.

http://www.osnabrueck.de/soziales/senioren/betreuungsstelle/vollmachten-und-verfuegungen.html